NIEDERZISSEN. Damit Tag für Tag der
Ball rollen kann, sind bundesweit rund eine Million Menschen ehrenamtlich
für den Fußball tätig ob als Platzwart, als Jugendbetreuer
oder als Trikotwäscherin. Seit einigen Jahren kümmern sich in den
Fußballkreisen Ehrenamtsbeauftragte (VEAB) um das Heer der freiwilligen
Helfer und Mitarbeiter in den Vereinen. Im Rhein/Ahr-Kreis verfügen 67
von 131 Klubs über einen EAB, 17 davon waren zum turnusmäßigen
Treffpunkt Ehrenamt nach Niederzissen gekommen.

Eingerahmt von Josef Hens (links), Walter Merten (2. von links) und Fred
Dietzler (rechts) die neuen Besitzer einer DFB-Ehrenamtsuhr (von links)
Günter Nett, Ralf Spieckermann, Rolf Gilles, Norbert Kraus, Josef Ackermann
und Herbert Hilger.
Mit dabei im Wappensaal der Verbandsgemeinde Brohltal auch die Anwärter auf den Kreis-Ehrenamtspreis 2006. Mit sieben Anträgen verzeichnete Rhein/Ahr-Ehrenamtsbeauftragter Fred Dietzler das bisher beste Melde-Ergebnis. Immer mehr Vereine erkennen, dass zum Ehrenamt auch die angemessene Anerkennung gehört, so Dietzler. Mit der DFB-Ehrenamtsuhr bedacht wurden Kurt Haupt und Herbert Hilger (SV Hatzenport/Löf), Brigitte Hansen (SV Oberzissen), Ralf Spieckermann (Spfr Bengen), Lothar Kalter (SV Ochtendung), Norbert Kraus (SV Kell), Günter Nett (SSV Herschbroich) und Josef Ackermann (SC Saffig).

DFB-Ehrenamtsuhr für Kurt Haupt vom SV Hatzenport /Löf
Ehrenamts-Preisträger
wurde Rolf Gilles vom SC Niederzissen. Er darf sich auf ein Dankeschön-Lehrgang
mit den Preisträgern aus anderen Kreisen und Verbänden freuen. Vielleicht
gehört er demnächst zu den vier Rheinländern, die den Sprung
in den DFB-Club 100 schaffen und dabei unter anderem Einladungen
zu Länderspielen erhalten.
Die Funktion des Ehrenamtsbeauftragten findet immer größere
Akzeptanz in den Vereinen, glaubt Josef Hens, Vizepräsident des
Fußballverbandes Rheinland, im Laufe der Jahre erkannt zu haben. Ihre
Zahl wächst stetig. Bundesweit sind es inzwischen rund 11.000, im Rheinland
631, was einer Quote von fast 60 Prozent entspricht. Ihre Aufgabe erschöpft
sich nicht in Ehrungen. Viel wichtiger sind die Gewinnung und die Qualifizierung
von Mitarbeitern. Hierzu zeigte Hans-Werner Rörig aus dem Westerwald/Sieg-Kreis
in einem Kurzreferat Mittel und Wege auf. Ehrenamt soll Sinn stiften
und zur Persönlichkeitsentwicklung beitragen und nicht Selbstaufopferung
sein, so Hens. Ehrenamtler erleben, dass durch ihr Handeln etwas
bewegt wird. Ihr Tun bringt Abwechslung und hebt sich ab vom Alltag.